Was ist eigentlich e-food?

130313_PixelbananenDer Begriff e-food mag auf den ersten Blick hip klingen – in der ausgeschriebenen Variante ist er aber ein bißchen seltsam: „electronic food“. Analog zum „electronic commerce“ bezeichnet e-food im Marketing-Deutsch den Handel mit Lebensmitteln übers Internet. Und das ist ein hochspannendes Marktsegment.

Spannend? Oh ja: Während der e-commerce jährlich um 10% wächst, tut sich bei e-food in Deutschland so gut wie nichts. Alleine mit den Gütern Kleidung, Schuhe, DVDs, Bücher und CDs macht der Online-Handel bereits einen Umsatz von über 10 Milliarden Euro. (Der jährliche Gesamtumsatz im deutschen Online-Handel liegt bei rund 25 Milliarden Euro.) Der Online-Umsatz mit Lebensmitteln dagegen liegt bei 150 bis 200 Millionen Euro; die großen deutschen Lebensmittel-Einzelhändler experimentieren zwar damit, ein echter Durchbruch ist bislang aber noch nicht gelungen.

Noch spannender wird es, wenn man weiß, dass im europäischen Ausland der e-food-Handel längst ein Erfolgsmodell ist. In Großbritannien, Frankreich oder der Schweiz kaufen Millionen Verbraucher ihre Lebensmittel per Internet – alleine in Großbritannien beträgt der Umsatz damit rund 3 Milliarden Euro. Man kann also gespannt sein, wann dieses Marktsegment auch in Deutschland aufblüht…

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist ein ambivalentes Thema- ich finde es interessant das „Phänomen“ an sich zu betrachten und weg zu kommen von der Diskussion, ist es etwas für mich persönlich oder nicht. Ich vermute nur, wir erschaffen mit diesem Blog eine Dokumentation für unserer Kinder, die diese zum Lachen bringt- „habt ihr wirklich geschrieben, über etwas, was völlig normal ist?“ werden sie uns vielleicht ungläubig fragen. Ich bin dabei und verfolge eure Beiträge

  2. Spätestens die Behandlung der Deutschen durch die NSA als Feinde sollte endlich den/die Letzte(n) unter uns munter machen. Das wenigste, was – einschließlich Filmen aus Hollywood – aus den USA auf unsere Märkte drängt, ist gut für die Zukunft unseres einzigartigen Landes. Lassen wir uns nicht von skrupellosen Geschäftemachern von dort für dumm verkaufen! Ganz oben auf der Liste dessen, auf was wir dringend verzichten können, stehen solche Verkaufsartikel wie genmanipulierte Saaten und Lebensmittel von solcher Haltbarkeit, dass sie via Internet versandt werden können. Diese sind schädlich für jung und alt. Am besten sind die Menschen unter uns dran, die Lebensmittel aus dem eigenen Garten beziehen(können). Bei denen wird das Verfallsdatum durch Schimmel angezeigt. Das ist Bio in Reinkultur.
    Friedrich Rothe

  3. Lieber Friedrich Rothe,
    ja, es lohnt sich wirklich, über unsere „Lebensmittelindustrie“ nachzudenken. Agrarsubventionen, Zusatzstoffe, Convenience Food und viele Themen mehr sollten tatsächlich dazu führen, sich bewußt zu ernähren und bewußt einzukaufen – oder Lebensmittel gar selbst anzubauen. Jeder kann sich informieren, jeder kann die für ihn richtigen Schlüsse ziehen.

  4. Zumal ich keinen Zusammenhang zwischen dem Onlinelebensmittelhandel und genverseuchtem Saatgut sehe, das sind doch zwei verschiedene Themen. Ich bestelle seid Jahren frische Artikel, auch von verschiedenen Bauernhöfen online, immer kam alles gesund und frisch bei mir an. Verpackung, Kühlung und auch der Versandweg lassen dieses zu und werden in den nächsten Jahren sicher weiter auf das Thema efood optimiert, ohne dass spezielle genmodifizierte Produkte für den Onlinehandel geschaffen werden müssen. Natürlich schliesst der efood Markt Genamanipulation (siehe Monsanto) nicht aus, dieses ist allerdings im stationären Handel auch nicht der Fall. Ein gewissenhafter und gut informierter Einkauf online wie stationär sind hier wohl der einzige Schutz.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.