Die Anwort: Warum E-Food hinterher hinkt

scheckenrennenJa, es gibt tatsächlich eine Antwort auf die Frage, warum E-Food in Deutschland nicht richtig zündet. Bei nur ein Prozent liegt der Anteil der Lebensmittel, die in Deutschland online gekauft werden, will eine Studie des EHI Retail Institutes herausgefunden haben, die im August herauskommt. Die Autoren stellen diese Zahl dem zehnprozentigen Anteil gegenüber, der über alle Warengruppen hinweg online gekauft wird. Die oft diskutierte Frage, warum der E-Food-Verkauf so signifikant niedriger ist (unter anderem auch hier bei uns erörtert), beantwortet die EHI-Studie indirekt.

Verkaufschlager im Netz

Fragen wir zunächst anders herum: Welche Lebensmittel werden online gut verkauft, welche weniger gut? Vor einem Jahr legte eine Studie den Schluss nahe, dass vor allem alkoholische Getränke, Süßwaren/salzige Snacks und alkoholfreie Getränke online gekauft werden. Die Studie des EHI Retail Institutes (kurze Vorabfassung hier – komplett ab August) hat 250 Online-Lebensmittelhändler befragt. So sieht die dabei Händler-Verteilung nach Warengruppen aus:

  • 17% Feinkosthändler
  • 16% Süßwarenhändler
  • 10% Teilsortimenter
  • 9% Biohändler
  • 9% Getränkehändler (alkoholisch)
  • 8% Vollsortimenter
  • 8% Spezialkosthändler
  • 8% Getränkehändler (alkoholfrei)
  • dann folgen Fleisch-, Fisch- und Käsehändler

Vier Lebensmittelkategorien dominieren das Angebot

Rund 50 % der Händler bieten also Waren in gerade mal vier Kategorien an: Feinkost, Süßwaren, Biowaren und Alkoholika. Nimmt man die Anzahl der Händler als Maß dafür, was im Internet Erfolg hat, dann ist die Antwort: Vor allem Spezial-Angebote! Wer das besondere Lebensmittel sucht, eine regionale Spezialität etwa oder spezielle Zusammenstellung/Mischungen, wer Bioprodukte oder seltene Alkoholika sucht, der hat  im Netz mehr Auswahl – und oft auch zu günstigeren Preisen. Und vor allem findet er mit dem sprichwörtlichen Mausklick, wofür er selbst in Großstädten meilenweit laufen (oder fahren) müsste.

Keine Konkurrenz zum klassischen Supermarkt

Der Gang zum nächsten Supermarkt hingegen ist meist nur kurz. Dort kennt man das Angebot und die (meist günstigen) Preise. Nur rund zwanzig Online-Händler machen denn auch mit einem Vollsortiment den klassischen Supermärkten Konkurrenz. Und nur fünf davon liefern deutschlandweit aus, so die EHI-Studie. Spannend wäre es, hier auch Umsatzzahlen vergleichen zu können, denn die bloße Anzahl der Händler liefert sicher noch keine endgültige Erklärung. Aber sie ist ein deutlicher Hinweis darauf, welche Lebensmittel die Deutschen im Internet kaufen.

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