Studie sieht Pure Player vorne

bibl_patricktraylor_bE-Food wird – natürlich – immer mehr auch zum Thema für Unternehmensberatungen und Wissenschaftler. Erstere sagen dem Marktsegment meist eine große Zukunft voraus, letztere untersuchen meist das Konsumentenverhalten. In diese Richtung geht auch die Masterarbeit von Julia Kehlert, die sie unter dem Titel „Verbraucherwahrnehmung von Onlinehandel mit Lebensmitteln: eine empirische Untersuchung“ im Januar an der Universität Hohenheim vorgelegt hat.

Keine Überraschung: Die meisten bestellen noch kein E-Food

Auf die Frage „Wir wird Onlinehandel mit Lebensmittel im Vergleich zum stationären Handel wahrgenommen?“ wollen wir die Antwort gleich vorwegnehmen: immer noch eher schwach – 60% der Befragten haben noch nie Lebensmittel im Internet bestellt. Julia Kehlert wertete die Daten von 188 Fragebögen aus – die zu knapp zwei Dritteln von Menschen unter 29 Jahren ausgefüllt wurden, also einer jungen, vermeintlich dem Internet aufgeschlossenen Zielgruppe.

Einige Ergebnisse erstaunen nicht, zum Beispiel dass Zeitersparnis, Unabhängigkeit von Öffnungszeiten oder Bequemlichkeit starke Argumente für den Online-Kauf sind. Oder dass eine fehlende Notwendigkeit und die fehlende Möglichkeit, die Ware per Hand zu prüfen, gegen den Online-Kauf sprechen. Interessant wird es aber bei der Frage nach den Händler-Präferenzen.

Noch hat sich kein Händler durchgesetzt

 

Abbildung14_Kehlert

Online-Händler, bei denen Lebensmittel bestellt wurden.
Abbildung aus der Masterarbeit von Julia Kehlert.

Das hat man erwartet: die großen bekannten Online-Handelsplattformen haben die Nase vor. ABER: fast gleichauf liegen die reinen Online-Händler! Hier wird deutlich, dass bei E-Food der Trend „Die Masse kauft bei den großen Online-Händlern“ (noch) nicht gilt – hier können sich relativ unbekannte Namen und Spezialitätenhändler noch platzieren. Ersichtlich ist aber auch, dass der „traditionelle“ Lebensmittelhandel den Sprung ins Digitale noch nicht geschafft hat.

Wer Online bestellt setzt auf die Pure Player

 

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Präferenzen beim Onlinekauf. Wer bereits online
Lebensmittel gekauft hat, setzt auf Pure Player.
Abbildung aus der Masterarbeit von Julia Kehlert.

Jetzt zur Gretchenfrage: Wo würde man denn zukünftig am liebsten online kaufen? Die Hälfte derer, die noch nie E-Food gekauft haben (blaue Säulen), denen ist es egal, wo sie zukünftig mal kaufen werden. Am ehesten noch bei den reinen Online-Händlern oder bei den aus dem stationären Handel bekannten Händler. Anders sieht es bei jenen aus, die bereits Erfahrung haben (rote Säule): Sie entscheiden sich klar für die reinen Onlinehändler. Am zweithäufigsten kreuzten auch sie „keine Präferenz“ an. Die bekannten Online-Plattformen (also Amazon und ebay) und die (aus dem stationären Handel bekannten) Online-Supermärkte folgen leicht abgeschlagen. Wer öfter Lebensmittel im Netz einkauft, so unsere rein intuitive Schlussfolgerung, bleibt bei seinen Online-Stammhändlern – insgesamt ist das Rennen um die favorisierten Online-Einkaufsplätze aber noch offen.

Die Masterarbeit von Julia Kehlert ist nicht im Netz veröffentlicht. Die Redaktion vermittelt aber gerne und unkompliziert den Kontakt zur Autorin.

5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,

    ich hätte Interesse an der Arbeit. Wäre nett, wenn Sie den Kontakt herstellen würden. Danke.

  2. Ich hätte ebenfalls Interesse an der Masterarbeit und würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie für mich einen Kontakt zur Autorin herstellen könnte. Vielen Dank.

  3. Hallo,

    ich hätte auch großes Interess an der Arbeit.
    Wäre schön wenn sie mir einen Kontakt herstellen könnnen.

    Viele Grüße
    Kathrin Schulz

    • Liebe Frau Schulz (und auch Frau Johanna),

      ich freue mich über Ihr Intersse.
      Die Studie gibt es inzwischen auf mehreren E-Book-Plattformen zu kaufen.

      Viele Grüße, Constantin Schnell

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