Online-Bier selbst gebraut

Online Bier bestellt - und dieses Set von Braufässchen.com kommt ins Haus. IMG_5964Im Meer der Getränke-Customizer sticht Braufässchen (www.braufaesschen.com) heraus – dort kann man nämlich nicht einfach nur ein Etikett für eine Bierflasche selbst gestalten, sondern gleich ein ganz eigenes Bier. Mehr noch: man kann sich sein eigenes Bier sogar selbst brauen. Der aufwändige Vorgang des Bierbrauens – einfach so zu Hause? Und das soll klappen, und dann auch noch schmecken?

Meine Neugierde war geweckt. In einem dreistufigen Bier-Konfigurator kann man sich online zunächst die Biersorte aussuchen. Ich entscheide mich für Dunkles (daneben stehen noch Pils, Weißbier und Indian Pale Ale zur Auswahl). In der nächsten Stufe wählt man, ob man den Hopfen mild, standard oder lieber herb hätte. Und anschließend kann man aus 15 Zutaten eine passende Geschmacksnote wählen, zum Beispiel amerikanisches Eichenholz, Mango, Honig, Kirsch oder rotes Sandelholz. Ich wähle Catuaba, die mir vollkommen unbekannte Rinde eines Baumes namens „Avore Boa“. Immer noch bin ich am rätseln, wie ich nun daraus Bier machen soll.

Selbst Bier brauen in einer Woche

Um es gleich vorweg zu sagen: das Selbst-Bier-Brauen ist wesentlich einfacher als befürchtet. Die vier wichtigsten Zutaten kommen im Braufässchen-Paket: ein (zunächst leeres) 5-Liter-Fässchen, eine Flasche Malz, ein Döschen Hefe und ein kleines Fläschchen Hopfen. Und das wichtigste: eine gute Anleitung – die ist wirklich narrensicher. Wasser braucht’s natürlich auch noch. In wenigen Minuten ist das Bier angesetzt, das Würzbeutelchen mit Catuaba noch rein, dann heißt es fünf Tage lang abwarten bzw. gären lassen.

Und tatsächlich: Die Testcrew findet das Bier gut. Was, nur gut, nicht sensationell? Sensationell ist sicher, dass man wirklich selbst Bier machen kann (immerhin zu einem Preis von insgesamt 35 Euro für 5 Liter). Das fertige Bier ist naturtrüb, weder geklärt, gefiltert noch pasteurisiert. So bekommt man Bier selten; der Geschmack war wirklich anders als das, was man sonst so kennt – und sehr süffig war das eigene Bier allemal. So war das Fäßchen dann deutlich schneller weggetrunken als gedacht.

Ein e-food-start-up wie er im Buche steht

Hinter Braufässchen stehen echte Start-up-Jungunternehmer aus Giggenhausen in – wie kann es anders sein – Bayern. Sie arbeiten mit lokalen Brauereien zusammen, und sind ständig auf der Suche nach neuen Geschmacksrichtungen. Die Inhaltsstoffe ihrer Biere sind alle natürlich, sagen sie. Auch die Geschmackstoffe sind weitgehend natürlichen Ursprungs. Hier findet sich auch der einzige kleine Kritikpunkt: So genau erfährt man auf der ansonsten sehr informativen Internetseite dann doch nicht, wie sich die Geschmackstoffe zusammensetzen (biologisch? natürlich? Aromastoffe?). Mein Fazit jedenfalls: Wer alles in allem zwei bis drei Wochen Vorlauf einrechnet, kann mit dem selbstgebrauten Bier einem gemütlichen Abend unter Freunden die Krone aufsetzen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.