Lidl geht, Amazon kommt (noch nicht)

amazonlidl

In welche Richtung geht die Reise: Lebens-
mittel aus dem Netz – oder billig vom
Discounter?

Aus gutem Grund war auf efood.de schon länger nicht mehr von Amazon die Rede. Es ist schlicht müßig, den vielen Gerüchten über den Start von Amazon Fresh in Deutschland nachzugehen. Und tatsächlich hat sich über das gesamte Jahr 2016 praktisch nichts getan. Nun tut sich wieder etwas – wenn auch nur ein ganz klein wenig. Vor kurzem ging die (unbestätigte) Meldung durch die Presse, dass Amazon keine eigene Auslieferflotte aufbauen wolle, sondern seine Lebensmittel per DHL liefern lassen möchte. Dass die Post-Tochter den Ansprüchen von Amazon genügt, hat sie bereits bei Amazon Prime gezeigt. Und mit dem eigenen Lebensmitteldienst Allyouneed bringt sie zudem genügend Erfahrung im Ausliefern von frischen Lebensmitteln mit.

Efood steht nicht auf Amazons Prioritätenliste

In der Presse wurde weiterhin spekuliert, Amazon Fresh würde in Deutschland im April starten. Bislang ist allerdings wenig passiert. Angeblich würde die Lebensmittelauslieferung zunächst noch im Kreis von Mitarbeitern und ausgesuchten Nutzern getestet – ein Gerücht mehr. Dass man in Berlin als Amazon Prime-Kunde seit neuestem beim Rezept-Lieferdienst Kochhaus und beim Bio-Anbieter Basic bestellen kann, das klingt ebenfalls nicht nach dem ganz großen Startschuss. Auch im Stammland USA geht es mit dem bereits vor zehn(!) Jahren gestarteten Amazon Fresh nicht wirklich voran. Lieber wird weiterhin experimentiert: So soll in nächster Zeit Amazon Go starten, ein Lebensmittelgeschäft ohne Kasse, das über Kameras, Sensoren und anderen technischen Hilfsmitteln mit der Kundschaft kommuniziert. Auch Amazon Fresh Pick Up befindet sich im Probestadium. Kurz und gut: Amazon bleibt offensichtlich „irgendwie“ am Thema dran, hat aber momentan anderes auf der Prioritätenliste. So sollen beispielsweise in Prime Video mindestens 4,5 Milliarden Dollar fließen – schließlich will man den Markt nicht netflix oder HBO überlassen.

Lidl bleibt der Um-die-Ecke-Discounter

Etwas klarer sieht die Strategie des viertgrößten Lebensmittel-Einzelhandelskonzern der Welt aus. Der Discounter Lidl wirft alle Pläne, in den Online-Vertrieb von Lebensmittel einzusteigen, über Bord. Der seit Februar amtierende neue Lidl-Chef Jesper Hojer gehört zwar mit 38 Jahren zur Generation Online, hat aber wohl erkannt, dass Lebensmittel-Discount und Efood zwei komplett getrennte Welten sind. Und dass ein richtiger Einstieg ins Online-Geschäft auch richtig teuer wäre. Diese Entscheidung wird sicher auch von den Amazon-Managern zur Kenntnis genommen.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Habe bis jetzt bei Lidl gekauft.Mit gelieferter Ware immer zufrieden.Leider die Auswahl sehr beschränkt.Hervorragend Kauf auf Rechnung,leider immer wieder Mahnungen,obwohl Rechnungen bezahlt waren oder Ware noch nicht geliefert.Müßte meiner Meinung nach mehr Personal eingestellt werden.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.