Erst zahlen, dann essen

130804_e-food_erst-zahlen,-dann-essenOnline-Händler bieten die unterschiedlichsten Zahlungswege an – und scheinbar werden es immer mehr. Warum gibt es so viele Zahlungswege? Und welche werden wirklich genutzt? Eine aktuelle Studie von ibi research im Auftrag des E-Commerce-Leitfaden listet 15 verschiedene Verfahren auf. Die „neuen“ Bezahlwege, so das Fazit, werden immer beliebter: „Im letzten Jahr konnten vor allem Kreditkarte, PayPal, Rechnung, Lastschrift und AmazonPayments an Nutzern gewinnen.“ Ganz oben in der Gunst der Kunden steht nach wie vor der Kauf per Rechnung. Wenn ein Online-Shop verschiedene Verfahren anbietet, dann nutzen laut ibi research 45% der Kunden eine Bezahlung per Rechnung, 20% eine Kreditkarte und 19% PayPal. Unter den Top fünf landen noch die Lastschrift und Vorkasse.

Abwägen: Rechnung ist vertraut, PayPal geht schnell

Dass der Kauf per Rechnung so beliebt ist verwundert nicht. Die Ware kommt, man kann sie begutachten, und dann in Ruhe die beiliegende Rechnung bezahlen. Neben der Sicherheit spricht für dieses Verfahren vor allem die Vertrautheit: Jeder kennt es, jeder kann es. Für den Händler gibt es beim Bezahlen per Rechnung allerdings ein gewisses Ausfallrisiko, weshalb nur rund 50% der Händler laut ibi-Studie dieses Verfahren anbieten. Manche bieten es nur jenen Kunden an, die sich bei früheren Einkäufen als zuverlässig erwiesen haben. Verständlich.

Der Kauf per Kreditkarte oder per PayPal wird immer beliebter. Diese Erfahrung hat auch Stefan Süßmilch von Lebensmittel.de gemacht: „Rund ein Viertel unserer Kunden bezahlen per PayPal. Gleich anschließend kommen die Kreditkarte und der Bankeinzug.“ PayPal und Kreditkarte haben für den Kunden vor allem einen großen Vorteil: Geschwindigkeit. Das Geld wird dem Händler quasi sofort gutgeschrieben und die Bestellung entsprechend schnell bearbeitet.

Was ist eigentlich PayPal?

PayPal gehört seit 2002 zu Ebay. Hier genügt es, seine e-mail-Adresse anzugeben, um Zahlungen vorzunehmen. Besonders gut geeignet ist das für kleinere Beträge, da es sehr unkompliziert ist. Und zudem schnell. Ein weiterer Vorteil ist, dass nur ein Dienstleister (eben PayPal) Zugriff auf die Kontodaten hat, und nicht alle Händler, bei denen man einkauft. Dem Käufer entstehen bei PayPal keine Gebühren, wohl aber dem Zahlungsempfänger.

Händler bevorzugen Vorkasse

Und genau das ist der Knackpunkt. Für PayPal und Kreditkarte entstehen den Internet-Händlern Transaktionskosten. Kein Wunder also, dass sie vor allem die Lastschrift und die Vorkasse bevorzugen, denn die sind für den Händler sicher und kostenfrei. Letztlich müssen Online-Händler aber einen ganzen Strauß von Zahlungsmöglichkeiten anbieten – denn Kundenakzeptanz ist wichtiger als die Minimierung von Transaktionskosten oder Ausfallrisiken. „Wir bieten alle gängigen Zahlungswege an“, resümiert Stefan Süßmilch von Lebensmittel.de. „Und zwar immer für den Kunden kostenfrei. In Berlin ist sogar Barzahlung oder Zahlung per Terminal/EC-Karte möglich.“

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