Der MDR testet vier e-food-Anbieter

escher_testet_efood_screenshotUnd wieder nahmen sich fleißige Tester die e-food-Branche vor. Diesmal schaute Anfang August die Sendung „Escher – Der MDR-Ratgeber“ den Online-Lebensmittelhändlern auf die Finger bzw. in die Pakete. Zum einen hat man sich „die beiden Online-Shops mit dem größten Warenangebot, mytime.de und lebensmittel.de“ herausgesucht, zum anderen „zwei kleinere regionale Internet-Shops, food.de und lofex.de“. Die Testbestellung enthielt frisches Obst und Gemüse, Fleisch, Eier, Getränke und Tiefkühlkost.

Keine Überraschung: den perfekten, superschnellen und ultragünstigen Online-Lebensmittellieferanten gibt es nicht. Ob Lieferservice, Warenqualität oder Preis – überall fanden die Tester Mängel.

Den perfekten e-food-Lieferanten gibt es nicht

Es fing beim Lieferservice an. Mal konnte man sich keine genaue Lieferzeit aussuchen und das Paket landete beim Nachbarn, mal kostete die Wunschterminanlieferung erheblich Aufpreis, mal war der Auslieferer zu früh dran. In der besten aller Welten wäre selbstverständlich eine stundengenaue Anlieferung ohne Aufpreis möglich. Unzufrieden waren die Tester auch mit dem Preis, denn alle Online-Shops waren unterm Strich teurer als der Einkauf beim Discounter um die Ecke. Im Idealfall sollten Lebensmittel aus dem Internet doch wohl schneller, besser und günstiger sein, oder nicht? Und auch das viele Verpackungsmaterial gab wieder Anlass zur Kritik.

Fundierte Tests, wie man sie von Stiftung Warentest kennt, und tiefgehende Recherche sind für einen 13-Minuten-Beitrag in einer Ratgebersendung nicht machbar, das liegt auf der Hand. So konnte man zum Beispiel der Frage, ob es beim Einkauf im Supermarkt nicht auch versteckte Mängel gibt, nicht nachgehen. Und ebenso wenig, ob dort nicht auch Verpackungsmüll anfällt (aber eben „hinter den Kulissen“, für den Kunden nicht sichtbar).

Tiefkühlkost ist perfekt – frische Produkte machen Probleme

Doch auch Stichproben – und um solche handelt es sich bei diesen TV-„Tests“ – haben natürlich eine Aussagekraft. Was ergab der MDR-Test beim zentralen Kriterium, der Qualität der Lebensmittel? Auf den ersten Blick waren die Waren bei allen Anbietern gut verpackt und gut erhalten – und insbesondere die Tiefkühlkost war wohl tatsächlich noch tiefgekühlt. Doch bei näherem Hinschauen haperte es mit den frischen Produkten bei allen Anbietern: mehrfach wurde die Qualität des Fleisches kritisiert, auch das Obst und Gemüse war nicht immer ganz frisch.

Auch dieser Test ergab also, dass beim Versenden von Lebensmittel noch einige Hürden zu nehmen sind. Was mit Büchern und Schuhen so einfach klappt, ist bei Lebensmittel eben deutlich schwieriger. Das wissen die Anbieter, und alle arbeiten an Qualitätsverbesserungen. Und weil sie das wissen, sind e-food-Händler kulant: Eine Nachlieferung oder die Rückerstattung des Preises geschieht fast immer schnell und problemlos.

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