Alle Zutaten in einer Box

zutaten2

Frische Zutaten für ein leckeres Rezept…
versprechen die Koch-Box-Anbieter.

Lebensmittel übers Netz zu kaufen, das ist viel mehr als der Online-Supermarkt oder der Online-Bio/Tee/Feinkost/Spiritousen-Fachhändler. Da gibt es zum Beispiel die personalisierten Lebensmittel. Oder aber die Abo-Kisten (die es eigentlich ja auch schon vor der Online-Zeit gab). Eine neue Art Abo-Kiste aber kam erst so richtig mit dem Internet in Schwung: die Rezept-Abo-Kiste, auch Koch-Box genannt. Die Idee ist super: Regelmäßig kommt ein Karton ins Haus, in dem ein Rezept enthalten ist sowie sämtliche dafür notwendigen Zutaten.

Lohnt sich das denn?

Die Kollegen von gruenderszene.de wollten wissen „Ist die Essensbox von HelloFresh ihr Geld wert?“ Für drei Rezepte lagen die Zutaten – passend zum Rezept portioniert – im Test-Paket: Grünes Clubsandwich mit selbstgemachtem Hummus, gefüllte Ofen-Paprika mit Kräuter-Couscous und Fettucine mit Brokkoli-Pesto. Für die insgesamt sechs Portionen haben die Tester knapp 40 Euro ausgegeben. Dann haben sie im Supermarkt die Zutaten nachgekauft – alles zusammen kosteten sie 50 Euro. Da im Paket aber immer nur so viel (besser gesagt: so wenig) mitgeliefert wurde, wie man für ein Rezept braucht, haben die Tester die Mengen heruntergerechnet. Und kamen auf 20 Euro.

Günstig ist es nicht, aber…

Auf den ersten Blick erscheint das HelloFresh-Paket also ziemlich teuer. Das Fazit von gruenderszene.de: „Um es mir jede Woche zu bestellen, ist mir der Service einfach zu teuer – und das Gemüse, wie etwa die Bohnen in meinem Paket, werden zu schnell schlecht. Dass sich HelloFresh selber als günstige Variante im Vergleich zum Supermarkt um die Ecke präsentiert, finde ich ein Unding.“

…guter Service kostet eben gutes Geld

Klar ist: Bei HelloFresh zahlt man natürlich nicht nur die Zutaten, sondern bestellt im wahrsten Sinne des Wortes ein „Komplettpaket“. Es besteht aus

  • Auswahl der Rezepte
  • Zusammenstellen und Einkauf der Zutaten
  • Portionierung der Zutaten
  • Verpackung und Versand

Dass das nicht umsonst zu haben ist, oder zum selben Preis wie die Zutaten aus dem Supermarkt, das versteht sich von selbst. Und so richtig mit „billig billig“ wirbt HelloFresh ja nicht, obwohl dessen CEO auf gruenderszene.de behauptet, dass seine Produkte heruntergerechnet genauso teuer seien wie im Supermarkt.

Kochstress?

Unterm Strich bleibt: HelloFresh und ähnliche Plattformen (wie marleyspoon.de, kommtessen.de, kochzauber.de hat bereits wieder dichtgemacht, insgesamt rund ein knappes Dutzend) bieten einen klar definierten Service. Wer den will, der muss dafür bezahlen. Mit dem üblichen Lebensmitteleinkauf im Supermarkt hat das reichlich wenig zu tun. Wer Zeit und Lust hat, jede Woche drei Gerichte nach einem neuen Rezept zu kochen, muss selbst wissen, ob ihm das 160 Euro im Monat wert ist. Denn das lecker lecker Rezeptkochen gibt’s nur im Abo. Da will dann also 12 mal im Monat ein neues Rezept gekocht werden. Uff – dem einen oder anderen wird das wohl nicht zu teuer, sondern eher zu stressig sein.

Wer Preise, Angebot und Service der Rezept-Boxen-Anbieter vergleichen möchte, wird bei grüneliebe.de oder bei kochboxchecker.de fündig. Wen Pop-Up-Werbung nicht nervt, der findet auch bei www.abo-boxen.de etwas.

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.